Grundsätzlich gibt es keinen richtigen oder falschen Untergrund, um einen Tortenaufleger auf der Torte zu platzieren. Die einzige Bedingung für einen schön aussehenden Kuchen oder eine Torte: die Unterlage muss glatt und auf jeden Fall einfarbig sein. Der Tortenaufleger ist schwach durchscheinend, sodass bei einem weißen Untergrund, auf dem sich ein paar Schokoladenstreusel verirrt haben, diese an hellen Bildstellen als unschöne Flecken sichtbar sein werden.
Vorschläge für die verschiedenen Kuchen und Torten:
Sahnetorte:
Sie überziehen die Torte reichlich mit Sahne und legen den Tortenaufleger darauf, das geht schnell und einfach.
Und wenn keine Zeit oder Lust zum Backen ist, können Sie auch eine Torte aus der Kühltheke des Supermarktes verwenden. Nehmen Sie die Torte aus der Verpackung und lassen Sie sie ca. 30 Minuten antauen. Dekorschicht mit einem langen Messer komplett abschneiden.
Wenn Sie anschließend keinen eigenen Dekorrand machen möchten, können Sie den Originalrand soweit stehen zu lassen, dass das Tortenbild innen hineinpasst. In diesem Fall das Innere mit einem Esslöffel sorgfältig entfernen.

Tortenaufleger auflegen. Nach ca. 30 – 45 Minuten, im Winter 60 Minuten, je nach Zimmertemperatur auch länger, fängt der Tortenaufleger an, sich mit dem Untergrund zu verbinden. Achtung: nachdem das Tortenbild schön weich geworden ist (ca. 90 Min.), sollte die Torte serviert werden, da das Bild nach längerer Zeit anfängt aufzuweichen und die Farben allmählich zerfließen. Wann dies der Fall ist, lässt sich schwer bestimmen, da von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängig.
Auf keinen Fall kann eine Sahnetorte mit Tortenaufleger über Nacht aufbewahrt werden, dann ist das Bild am nächsten Tag nicht mehr schön. Es besteht allerdings die Möglichkeit, eine Marzipanschicht unter das Tortenbild zu legen (gibt es z. B. von Schwartau bereits fertig ausgerollt), brauch nur noch in Größe des Tortenauflegers ausgeschnitten werden. Die Marzipanschicht auf die Torte legen, ganz leicht mit Wasser einpinseln und hier den Tortenaufleger auflegen. So kann die Torte am Morgen fertig gemacht werden und ist bis zum Nachmittag oder nächsten Tag gut haltbar.
Torte mit Schokoladenüberzug:
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, den Tortenaufleger auf einem Kuchen mit Schokoladenguss zu platzieren. Bei einem Guss mit dunkler Schokolade ist besonders bei hellen Tortenbildern etwas Vorsicht geboten, da der dunkle Untergrund die hellen Farben leicht abdunkelt. Verwenden Sie einfach weißen Schokoladenguss und das Problem ist gelöst. Drücken Sie den Tortenaufleger in die noch leicht weiche Schokolade, fertig. Hier hält das Tortenbild so lang, bis die Torte verspeist wird.
Rührkuchen, Käsekuchen etc.
Grundsätzlich gilt hier, dass Sie den Kuchen sorgfältig vorbereiten müssen, damit der Tortenaufleger schön glatt aufliegt.
Lassen Sie zunächst den Kuchen nach dem Backen auskühlen, damit er gut geschnitten werden kann. Sollte er von der Konstenz her zu locker zum Schneiden sein, hilft es auch, ihn einige Zeit in den Kühlschrank zu stellen.
Sie haben nun mehrere Möglichkeiten, den Kuchen so vorzubereiten, dass der Tortenaufleger gut zur Geltung kommt.
- Sahneüberzug:
die einfachste und schnellste Methode ist es, den Kuchen mit Sahne zu überziehen, gegebenenfalls die Sahne mit Sahnesteif festigen. Haben Sie einen Tortenring aus Edelstahl? Legen Sie ihn um den Kuchen, sodass zwischen Kuchen und Tortenring ringsherum 1-2 cm Abstand bleibt.
Füllen Sie die steife Sahne ein und drücken Sie sie seitlich gut in den Zwischenraum, darauf achten, dass keine Hohlräume entstehen. Anschließend wird noch oben aufgefüllt und schön glatt gestrichen. Komplett in den Kühlschrank stellen und für einige Stunden kühlen lassen. Mit einem spitzen Messer am Rand entlang “schneiden” und den Tortenring vorsichtig abnehmen. Nun ist die Torte gut vorbereitet und Sie können den Tortenaufleger darauf platzieren. Falls Sie keinen Tortenring haben, bestreichen Sie den Kuchen mit Sahne, indem Sie eine großes Messer oder Tortenmesser zu Hilfe nehmen. Gehen Sie dabei so vor, wie unten bei der Eiweiß-Zucker-Glasur beschrieben.
- Marzipanüberzug mit fertig gekaufter Marzipandecke:
Mit einem scharfen Messer die Oberfläche und den Rand glatt schneiden. Hierbei vorsichtig vorgehen und nicht zuviel auf einmal wegschneiden. Einen Faden um den Kuchen legen und genau so lang abschneiden, wie der Umfang des Kuchens ist und beseite legen. Danach den Kuchen mit Marmelade, traditionell mit Aprikosenarmelade überziehen.
Die Marzipandecke, die es im gut sortierten Discounter (bei Backzubehör, z.B. von Schwartau) fertig zu kaufen gibt, auf dem Tisch ausbreiten. Einen Tortenring um den Kuchen legen, um so die Größe festzustellen. Anschließend den Tortenring auf die Marzipandecke legen und zwar soweit wie möglich am Rand der Decke plazieren und eindrücken.
Aus dem restlich verbleibenden Marzipan Streifen schneiden, und zwar so breit wie der Kuchen hoch ist. Die Länge der Streifen muss – alle aneinanderlegt – so lang sein, wie der Faden, mit dem Sie den Umfang des Kuchens gemessen haben. Legen Sie die Streifen um den Kuchen, nicht zu locker, also “mit Gefühl ziehen”. Die Enden jeweils leicht zusammendrücken, damit die Schnittkanten nicht mehr sichtbar sind.
Den zuvor vorbereiteten Kreis oben auf legen, vorsichtig andrücken und mit einem scharfen Messer den Rand abschneiden.
- Eiweiß-Zucker-Glasur:
Einen Zuckerguss herstellen aus 1-2 Eiweiß – je nach Größe des Kuchens – und mit 250 bzw. 500g gesiebten Puderzucker vermengen. Soviel Puderzucker hinzugeben, dass eine glatte Masse entsteht, die von der Konsistenz her so ist, dass sie sich gut streichen lässt. Mit einem großen und breiten Messer, besser noch mit einem Tortenmesser die Eiweißglasur auf den Kuchen streichen. Zunächst wird die Oberfläche bedeckt und glatt gestrichen, anschließend der Rand, indem Sie die Glasur portionsweise auf das Messer nehmen und an den Rand anstreichen. Insgesamt muss zügig gearbeitet werden, da die Glasur schnell eintrocknet.